Zoque 88% – Unsere Lösung zum Schutz des kulturellen und ökologischen Erbes - Original Beans

Zoque 88% – Unsere Lösung zum Schutz des kulturellen und ökologischen Erbes

Heute stehen wir in einem Kakaohain, der 2014 von Weideland in ein extrem vielfältiges Kakao-Agroforstsystem umgewandelt worden ist. Zehn ausgewählte Kakaopflanzen wachsen unter dem Laubdach der Zedern zusammen mit 40 verschiedenen Pflanzen- und Baumarten. Ferner gibt es eine überwältigende Vielfalt an Blumen, darunter 13 Orchideenarten, die regelmäßig von Kolibris besucht werden. Der „Madre de Cacao“, ein kleiner Baum aus der Familie der Leguminosen, der seit Jahrhunderten als Schattenbaum für Kakao genutzt wird, blüht gerade.
Hier lehren wir die Bauern, warum und wie Kakao angebaut werden sollte, denn dieser vielfältige Kakaohain ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Anbau, wenn er nachhaltig betrieben wird, einen positiven Einfluss auf die Umwelt und gleichzeitig auf die lokale Gemeinschaft haben kann. Dieser Kakaohain ist als Pufferzone am Rande eines Waldschutzgebietes angepflanzt worden. Die zehn verschiedenen Ursprungskakaos, die hier wachsen, bringen einen hohen Ertrag der allerköstlichsten Kakaobohnen. Es ist auch ein Biodiversitäts-Hotspot, der Insekten anlockt, die bei dabei helfen, die Kakaobäume zu befruchten. Gesunde Kakaowälder dienen als Pufferzonen für den Primärwald und als Korridore für Wildtiere, die sich zwischen den Waldgebieten bewegen.
Sie speichern Kohlenstoff, bereichern den Boden, schützen Wasserscheiden, generieren Regen und versorgen die Einwohner mit einer großen Vielfalt an Nahrungs- und Einkommensquellen. Das ist ein nachhaltiges Landnutzungsmodell, das wir in den indigenen Dörfern, in denen wir arbeiten, fördern, unterstützen und verbreiten. Wir unterstützen die Identifizierung der kräftigsten und aromenreichsten Kakaos. Diese ziehen wir dann in Baumschulen in den Dörfern auf und unterstützen die Bauern dabei, sie in vielfältige Cacaotales, wie diesen hier, zu pflanzen. Unsere Suche nach aromenreichen, charakteristischen und ertragreichen Kakaos ist unermüdlich. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir in unserer Mission den Zoque und Tzotzil Familien helfen können, ihr Kakaoerbe wieder aufleben zu lassen und gleichzeitig auf ihre eigene Weise Wächter des Selva Zoque Regenwalds zu sein.

An folgenden Aspekten arbeiten wir seit 2014:

  • Aufbau einer Kakaolieferkette in direktem Handel mit indigenen Kakaobauern
  • Unterstützung bei der Bio-Zertifizierung des Anbaus
  • Schulung der Bauern in waldfreundlichem Bio-Kakaoanbau
  • Aufziehen von ausgewählten Kakao- und Waldbäumen in sieben Baumschulen in den Dörfern
  • Umwandlung von Weideland in vielfältige Kakaowälder, die als Pufferzonen und Wildtierkorridore am Rande des Regenwalds fungieren
  • Schutz von 1.200 ha Regenwald und heimischer Landschaft durch Naturschutzabkommen

Wir machen uns wieder auf den Weg, reisen durch die Klanglandschaften des Waldes und kommen zu einer offenen Fläche, auf der ein großer einsamer Baum steht. Der Wald wurde gerodet und in Weideland umgewandelt, das sich von den Ausläufern bis in die hohe Berglandschaft erstreckt, wo die mächtigen Wälder sich dunkelgrün erheben. Die angeschwemmten Böden der Selva Zoque sind zwar reichhaltig, aber auch geplagt von Jahrzehnten der Viehzucht und Entwaldung. Auf dem reichhaltigen Weideland werden die jungen Kälber aufgezogen, bevor sie nach Nordmexiko und dann weiter in die USA transportiert werden.

Zwölf längliche, wunderschön gewebte Stirnvogelnester hängen von dem Baum. Die Vögel springen von einem Ast zum anderen, zwitschern schrill und lassen sich kopfüber von den Zweigen hinunterhängen. Was für ein prächtiger Vogel! Innerhalb weniger Minuten haben sie uns ihr ganzes Repertoire an Liedern gezeigt. Nun wissen wir, warum der Poet Pellicer den Stirnvogel „den Vogel der 400 Lieder“ genannt hat.

Photos by: Jacqueline Dersjant – PHTGRPHR

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