Zoque 88% – Pozol - Original Beans

Zoque 88% – Pozol

„Ich, der ich aus Tabasco komme,
wo der gemahlene Kakao
dem Wasser eine neue Bedeutung gegeben hat,
trage in mir das Blut der Maya.”
Carlos Pellicer Cámara

Die Josés Familie ist eine typische Tzotzil-Familie. Sie arbeiten den ganzen Tag über hart in der Milpa und den Cacaotales und essen nur, was sie selbst angebaut haben. Das klingt bescheiden, aber die Vielfalt ihrer Ernte ist riesig. Sie bauen bis zu 40 verschiedene Pflanzen- und Baumarten an. Allein in den Cacaotales wachsen außer Kakao noch Tomatillos, Chili, Vanille, Piment, Zimt, Brotnuss und Annatto. All das wächst unter dem Laubdach von Zedern und anderen Waldbäumen. In den traditionellen Milpas wächst Mais zusammen mit Bohnen, Kürbissen und Melonen. Über Jahrtausende hinweg haben die Familien ihre Anbaumethoden – und Kochrezepte – perfektioniert.

Sie bringen frisch geerntete Kakaofrüchte mit. Die gefurchten Schoten sind knallgelb und rot. Ich bin süchtig nach dem Fruchtfleisch, das die Bohnen umgibt. Es schmeckt köstlich süß und frisch. Maria Suzanna röstet die Kakaobohnen über dem Feuer und mahlt sie zusammen mit Mais. Mit einem besonderen Holzlöffel rührt sie das „Pozol“ genannte Getränk, bis es schaumig wird. Die Familie macht jeden Morgen Pozol, so wie die Indigenen der Selva Zoque es seit 4000 Jahren tun, seit die alten Olmeken das Getränk erfunden haben. Man sagt, Tag und Nacht mischen sich im Pozol: Der Kakao, der traditionell im Schatten wächst, verkörpert die Nacht, die Unterwelt und Wiedergeburt und das Sonnengewächs Mais repräsentiert den Tag und das Licht. In den mittelamerikanischen Kulturen wird die Schattenwelt nicht gefürchtet, sondern in ihrer Balance mit dem Licht gefeiert.

In dieser Familie wird der Pozol vor allem zur Selbstsorge gemacht, da er eine gute Nährstoffquelle ist. Es ist ihre 5-Uhr-Morgenroutine, das Erwachen des Tages. Wenn man den frisch gemachten Pozol trinkt, bekommt man wirklich ein Gefühl für die Geschichte und Traditionen dieses wundervollen Ortes und seiner Menschen.

„Kakao ist unsere traditionelle Lebensweise“, erzählt mir José. Er fügt hinzu, dass seine Familie jährlich 60 kg Kakao in ihrer Küche verarbeitet, als Pozol, Polvillo (weiteres Getränk aus Kakao und Mais) und Mole (herzhafte Sauce mit Kakao).

Photos by: Jacqueline Dersjant – PHTGRPHR

 

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