Zoque 88% – Heimkehr zum Selva Zoque - Original Beans

Zoque 88% – Heimkehr zum Selva Zoque

Das Haus von José, Maria Suzanna und ihrer großen Familie ist ein bunter Fleck in der Landschaft. Es ist in lebhaftem Blau, Grün und Rot angestrichen. Direkt hinter dem Haus beginnt der unberührte Wald. Er ist wie eine grüne Wand aus Vogelgezwitscher. Der Regenguss am Morgen hat einen blumenbedeckten Boden zurückgelassen und ich denke bei mir: Irgendwie blüht es immer in der Selva Zoque. Die feuerroten Blumen erinnern an die traditionelle Kleidung der indigenen Einwohner dieser Region. Wir gehen über eine kleine Brücke und unter uns fließt Wasser von den waldbedeckten Hügeln hinunter. Wir hören Gelächter aus dem Haus und erkennen Josés Stimme. Als wir uns dem Haus nähern, kommt uns ein schwacher Duft von Hühnerbrühe entgegen.

Wir werden herzlich und unter Lachen begrüßt.

Don José und seine Söhne sind gerade erst von ihrer morgentlichen Arbeit auf den Maisfeldern –den traditionellen „Milpas“ – zurückgekehrt und ruhen sich in ihren Hängematten aus. Überall sieht man leuchtend bunte Farben. Neben jeder Hängematte liegt ein Sombrero, der die Bauern vor der brennenden Sonne schützt, während sie in der Milpa arbeiten. Noch vor Tageseinbruch haben sie zu arbeiten begonnen. Sie arbeiten solange sie denken können in der Milpa, ebenso wie ihre Vorfahren, die alten Maya, die glaubten, dass die Götter die Menschen aus Mais gemacht haben.

Im Frühling 2014 habe ich José, seine Frau Maria Suzanna sowie ihre vielen Söhne und Töchter und ihre Enkel Montzerrath, Yureli, Alfonso, Minerva and Octavio zum ersten Mal getroffen. Ich reiste damals mit meinem guten Freund Hugo – Kakaobauer und visionärer Agronom – von Tabasco in Südmexiko durch die Selva Zoque an den Ausläufern des Gebirges der Sierra Madre de Chiapas entlang. Ausgelaugt vom wochenlangen Arbeiten im Dschungel und mit einem Herzen, das begonnen hatte, im Rhythmus des Waldes und seiner Bewohner zu schlagen, waren wir froh, so herzlich von dieser Familie empfangen und mit den traditionellen Speisen verwöhnt zu werden. Für die Seele fühlte es sich an wie nach Hause kommen – und so fühle ich mich noch heute.

José und seine Familie sind Teil einer der indigenen Gemeinschaften in der Selva Zoque, mit denen Original Beans seit 2014 zusammenarbeitet. Zusammen mit unserem lokalen Partner Agrofloresta haben wir eine Kakaolieferkette aufgebaut, die den Bauern durch direkten Handel hohe, stabile Kakaopreise garantiert. Unser Waldschutzprojekt unterstützt die lokalen Familien dabei, die aromatischsten und stärksten ihrer Tabasqueño Kakaopflanzen in Baumschulen aufzuforsten. Die neuen Bäume werden dann in Kakaowälder gepflanzt, die als Pufferzonen und Wildtierkorridore dienen. Neben dem Kakao wachsen hier auch weitere Nutzpflanzen, die die Familien in ihren Küchen verwenden.

Photos by: Jacqueline Dersjant – PHTGRPHR

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